
FERNANDO SERASSI - PIETRO PEROLINI, ORGEL, 1877-1878
Der Bau des Instruments stammt aus den Jahren 1877-1878 und ist das Werk der Orgelbauer Ferdinando Serassi (Hauptorgel) und Pietro Perolini (Echo-Orgel) aus Bergamo. 1877 wurde das Instrument von dem Organist, Verleger und Didaktiker Carlo Bodro abgenommen. 50 Jahre später (1927) wurde von Orgelbauer Francesco Vegezzi-Bossi ein Elektrolüfter hinzugefügt und eine kleine Reihe an Röhrenluftkammern mit pneumatischer Steuerung und Kopplung an der Steuerung des Pedals eingebaut. Während des zweiten Weltkriegs im Jahre 1943 zerbrach die obere Glastür bei einer schweren Bombardierung, deren Bruchstücke das Instrument unspielbar machten. Im Rahmen der Gestaltung des Museums der Diözese wurden die Tribüne und das Gehäuse der Orgel restauriert (Francesco Segreti) und mit der Restaurierung des Instruments begonnen (Brondino Vegezzi-Bossi). Die Eröffnung der restaurierten Orgel ist für 2013 vorgesehen. Das Gehäuse hat drei durch gekehlte und vergoldete Wandpfeiler begrenzte Spannweiten mit Kapitellen und einer schleierförmigen himmelblauen und goldenen Holzdekoration am Gipfel jeder Spannweite. Die Gesimse der seitlichen Spannweiten sind geradlinig, während die zentrale Spannweite von einem gebogenen Gesims überragt ist. Das Gehäuse der zweiten Orgel ist hinter die Schwellwerke an der linken Seite des Gehäusesockels gesetzt. Der Prospekt besteht aus 33 Pfeifen, die in einer einzigen Reihe in drei gipfelförmigen Spannweiten angeordnet sind, je mit 11 Pfeifen und einem flachen Profil. Die Labialpfeifen sind aneinandergereiht; die zwei seitlichen Spannweiten haben Labialpfeifen auf einem höheren Niveau als die zentrale Spannweite und sie bestehen aus Pfeifen mit einem verlängerten Fuß. Die Konsole ist fensterförmig, hat zwei Tastaturen und die Unterscheidung zwischen Bass und Sopran.

